Wenn man nach eingehender Information nun immernoch der Meinung ist, man passt zu den Bedürfnissen der Tiere, kommt die Kaufentscheidung. In den vorangegangenen Kapiteln wurden ja schon Möglichkeiten aufgegriffen, woher man ein Streifenhörnchen bekommen kann.
Streifenhörnchen bekommen nur maximal zweimal im Jahr Jungtiere. Im Frühjahr und ggf. noch im Sommer. Deshalb ist das Frühjahr die beste Zeit um ein Jungtier bei sich einziehen zu lassen. In den anderen Jahrezeiten findet man aber auch Hörnchen aller Alterklassen.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Das Streifenhörnchen sollte ...
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... aktiv sein und neugierig seine Umgebung erkunden
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... ggf. fressen und trinken
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... klare Augen und glattes Fell haben
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... keine Bissverletzungen oder offene Wunden aufweisen
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... keine kahlen oder schuppigen Hautstellen haben
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... mindestens 8 Wochen alt sein !!!
Sollte ein Tier Krankheitszeichen aufweisen, ist von einem Kauf abzuraten.
Ebenfalls sollte man ein Tier nicht aus Mitleid kaufen, wenn die Tiere z.B. in einem viel zu kleinen Käfig zusammengepfercht gehalten werden. Dies nützt nur evtl. dem einzelnen Tier, jedoch nicht den nachkommenden Tieren.
Zuchten aus Kinderzimmern oder von selbsternannten Züchtern unterstütze ich persönlich nicht, denn diese haben zum größten Teil keine Ahnung von Genetik, selektieren die Tiere nicht nach Gesundheit und anderen Kriterien.
Jungtiere unter 8 Wochen sollte man nicht bei sich aufnehmen, denn die Tiere lernen einfach bis zu dieser Zeit noch sehr viel vom Muttertier. Bei größeren Würfen sollte die Zeit bei der Mutter sogar verlängert werden. Vor dieser Zeit sind sie auch noch nicht ganz von der Muttermilch entwöhnt. Diese liefert noch Abwehrstoffe zur Stärkung des Immunsystems. Jungtiere die zur Handaufzucht angeboten werden, sollten abgelehnt werden. Auch wenn die meisten Argumente - das Hörnchen wird dadurch zahmer - verlockend klingen. Man muss sehr viel Zeit haben, das Streifenhörnchen oft genug zu füttern. Und auch die Fütterung klappt nicht immer ohne Komplikationen. Weiterhin bekommt man mit Ersatzmilch nie die Zusammensetzung hin, wie es die Muttermilch hat. Folge davon, das Immunsystem ist nicht stark genug, es können Mangelerscheinungen entstehen und das Hörnchen verstirbt frühzeitig.
Für alle Punkte gilt: Wenn die Haltung und / oder das Tier nicht in Ordnung ist, sollte man keinen Kauf tätigen. Auch wenn es ggf. mit einer weiten Anreise verbunden war.